Junge Union fordert weitere Förderung des flachen Landes

Bezirksausschuss am Technologiecampus / Forschung und Ausbildung nutzen auch den Unternehmen der Region

CHAM. „Für die Unternehmen in der Region um Cham bietet der Technologiecam-pus optimale Voraussetzungen für die Nachwuchsgewinnung“, erklärt der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Alexander Fischer. Nach seinen Worten sei die Einrichtung in Cham ein gelungenes Beispiel für Regionalförderung. Fischer hat sich jüngst, zusammen mit dem Bezirksausschuss der JU, von Prof. Dr. Josef Weber aus erster Hand über den Campus in Cham und die Forschungseinrichtungen informiert. Weber, der neben seinem Lehrauftrag gleichzeitig Entwicklungschef eines größeren Maschinenbauunternehmens der Region ist, erläuterte den Nachwuchspolitikern die gelungene Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen. Er freute sich vor allem über die Tatsache, dass mittlerweile Studenten von anderen Hochschulen nach Cham kämen, um dort ihre Masterarbeit anzufertigen.

JU-Bezirkschef Fischer ist überzeugt, dass der Technologiecampus Modellcharakter für andere Orte in der Oberpfalz haben kann. Richard Brunner, der örtliche IHK-Geschäftsführer fügte an, dass die Räume im Technologiecampus auch für seinen Arbeitgeber eine große Rolle spielten. „Im ländlichen Raum ist die Akademikerquo-te geringer, als in Städten“, erklärt Brunner, „dafür ist der Facharbeiteranteil umso höher.“ Die IHK-Akademie nutze abends die Räume für eigene Kurse. „Und so ist da auch Abends Hochbetrieb“, fügt Brunner an. Er betonte in der Diskussion mit den Nachwuchspolitikern aus CSU-Reihen, dass der Technologiecampus keine kleine Landkreiseinrichtung sei.

Ins gleiche Horn stieß Alexander Fischer. „Wir haben hier Möglichkeiten in den Nachbarlandkreisen und in Tschechien den Campus zu nutzen“, so der Oberpfälzer JU-Chef. Er plädierte dafür, den Campus mehr in die Öffentliche Wahrnehmung auch z.B. im Landkreis Schwandorf zu rücken. „Hier können die Unternehmen ebenso profitieren“, so Fischer abschließend.